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Katrin Jacobsdottir ist Islands neue Regierungschefin

Jakobsdottir

Katrin Jakobsdottir ist neue Ministerpräsidentin Islands. Foto: Birgir Thor Hardarson/EPA

Island hat einen Monat nach der Neuwahl eine Koalitionsregierung mit dünner Mehrheit geschmiedet. Angeführt wird die Koalition von Katrín Jakobsdóttir, eine über Blockgrenzen hinaus beliebte Politikerin. Ihre Partei, die “Grüne Linke”, ist für die Regierungsbildung mit den Konservativen und der liberalen Fortschrittspartei zusammengegangen: eine Art “Jamaika” auf Island!

Die neue Ministerpräsidentin ist 41 Jahre alt und bereits seit 20 Jahren in der isländischen Politik aktiv. Seit 2007 war sie durchgehend mit ihrer Partei im Allting vertreten, und von 2009 bis 2013 Ministerin für Bildung und Forschung. Von Haus aus ist Katrín Jakobsdóttir Literaturwissenschaftlerin mit einem Master in isländischer Literatur.

Jakobsdottir kündigte an, die Regierung werde sich um eine bessere Infrastruktur für Bildung, Gesundheit und Verkehr kümmern. Laut isländischem Rundfunk RUV hält der Regierungsvertrag auch fest, dass Island außerhalb der Europäischen Union bleiben will.

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Wieder Neuwahlen auf Island nach schwerer Regierungskrise

Die isländische Politik kommt nicht zur Ruhe: Für den 28. Oktober 2017 wurden Neuwahlen ausgerufen, – nur neun Monate, nachdem eine => neue Regierungskoalition gebildet worden war. Grund ist ein Empfehlungsschreiben für einen verurteilten Pädophilen, das aus familiären Kreisen des Ministerpräsidenten stammt.

Anlass für erneute Wahlen ist die akute Regierungskrise unter Ministerpräsident Bjarni Benediktsson: Sein Koalitionspartner, die Partei “Bright Future”, hat aus Protest die Regierung verlassen und wirft Benediktssons Partei die Verschleierung eines Skandals vor. Demnach hat Benediktssons Vater, Benedikt Sveinsson, ein Empfehlungsschreiben für einen verurteilten Pädophilen ausgestellt. In Island können verurteile Straftäter die offizielle Rehabilitation beantragen, um “ihre Ehre wieder herzustellen”. Dafür braucht es Empfehlungen von Dritten. Die Beteiligung von Benedikt Sveinsson und die Tatsache, dass der Ministerpräsident als sein Sohn von dem Schreiben wusste, veranlasste schließlich den Koalitionspartner, die Zusammenarbeit aufzukündigen.

Islands Präsident, Gudni Jóhannesson, kündigte somit Neuwahlen für Ende Oktober an. Benediktssons Regierung ist somit die kurzlebigste in der Geschichte Islands.

 

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Neue Regierung mit Bjarni Benediktsson an der Spitze

bjarniMehr als zwei Monate nach der Parlamentsland auf Island ist die Regierungsbildung endlich geglückt. Nach mehreren Anläufen und zähen Verhandlungen unterzeichneten die Konservativen einen Koalitionsvertrag mit den Parteien “Bright Future” und Vidreisn. Neuer Regierungschef wird offenbar Bjarni Benediktsson, dessen konservative Partei bei der Wahl im Oktober die meisten Stimmen erhalten hatte.

Die drei Parteien haben sich “zusammengerauft”, nachdem ihre ersten Koalitionsverhandlungen an der Frage eines möglichen EU-Beitritts gescheitert waren. Da aber auch kein Bündnis aus Grünen, Links- und Piratenpartei zustande kam, unternahmen die konservative Unabhängigkeitspartei, Bright Future und Vidreisn einen neuen Versuch. Das heiße Eisen EU-Beitritt ist aber nach wie vor nicht aus der Welt, und es ist unklar, wie sich die neue Regierung künftig dazu verhalten wird.

Nach Medienberichten und Umfragen sehen viele Isländer die neue Regierung eher als Not- oder Übergangslösung. Die Neuwahl war vorgezogen worden, nachdem der vorige Regierungschef, Ministerpräsident Sigmundur Davíð Gunnlaugsson, über die Enthüllungen der “Panama Papers” gestolpert war.

 

 

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“Herzstein”: Jugendfilm aus Island erhält NDR-Filmpreis

"Hjartasteinn" trägt den Hauptpreis bei den Nordischen Filmtagen davon.

“Hjartasteinn” trägt den Hauptpreis bei den Nordischen Filmtagen davon.

Bei den Nordischen Filmtagen in Lübeck ist ein isländischer Beitrag mit dem höchsten Preis dotiert worden: Das Drama “Herzstein” (Hjartasteinn) von Gudmundur Arnar Gudmundsson erhielt den renommierten NDR-Filmpreis. Bei der Veranstaltung wurden in diesem Jahr 185 Filme aus den nordischen Ländern vorgestellt, – soviel wie nie zuvor.

Für den jungen isländischen Regisseur ist “Hjartasteinn” ein Langfilm-Debut. Gudmundsson schrieb auch das Drehbuch für das Drama um die Jungen Thor und Christian, die in einem entlegenen Fischerdorf aufwachsen. “Eigenwillig, ruhig und intensiv” wird der Zuschauer laut Jury “ans Ende der Welt” entführt, “wo Teenager dabei sind, ihren Weg ins Leben und zu sich selbst zu finden.”

Tatsächlich spiegelt Hjartesteinn die persönlichen Erfahrungen des Regisseurs: Es geht um tiefe Freundschaft, die durch äußere Umstände und innere Konflikte zu zerbrechen droht. In dem Film entdeckt einer der Jungen seine Zuneigung für den Freund, während dieser einem Mädchen aus der Nachbarschaft näher kommen will. Vor allem aber wollte Gudmundsson “den Erwachsenen” zeigen, wie es eigentlich war, an jenem Ort auf Island aufzuwachsen.

=> Weitere Informationen zum Film (auf englisch).

 

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Patt nach Parlamentswahl

Die Regierungsbildung auf Island gestaltet sich schwierig: Nach der vorgezogenen Parlamentswahl am 30. Oktober gibt es keine klaren Mehrheitsverhältnisse. Jetzt hat die Links-Politikerin Katrin Jakobsdottir den Auftrag zur Bildung eines Kabinetts offiziell zurückgegeben. Sie habe es aufgegeben, eine Koalition mit der konservativen Reformpartei zu bilden. Tagelange Gespräche waren schließlich an Fragen zur Steuerpolitik auf Island gescheitert.

Festgefahren waren zuvor auch die Gespräche der Mitte-Rechts-Parteien: Unter dem bisherigen Finanzminister Bjarni Benediktsson stockten die Koalitionsverhandlungen aufgrund von Differenzen um die EU, die Fischerei und institutionelle Reformen.

Islands Präsident Gudni Johannesson hofft jedoch weiterhin, dass eine Regierungsbildung mit dem gewählten Parlament möglich ist und nicht erneut Wahlen stattfinden müssen.
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Selbständigkeitspartei gewinnt bei Wahl auf Island

Island hat gewählt, doch wie die neue Regierung künftig aussieht, ist unklar. Nach dem vorläufigen Wahlergebnis konnte die Selbständigkeitspartei mit rund 29 Prozent die meisten Stimmen auf sich vereinen. Die liberal-konservative Partei war bereits Regierungsmitglied der vergangenen Legislaturperiode auf Island. Darum ist nun Finanzminister Bjarne Benediktsson damit beauftragt, eine neue Regierung zu bilden.

Im Vorfeld wurde ein starkes Abschneiden der “Piratenpartei” erwartet, die ihren Wahlkampf vor allem gegen die politische Elite führte und mehr Transparenz nach den “Panama-Paper”-Skandalen verlangt. Die Piraten vereinen nach Auszählung der Stimmen rund 14 Prozent der Stimmen auf sich. Die Partei der “grünen Linke” erhält 16 Prozent, dies wiederum besser als erwartet. Trotzdem entschieden sich viele Isländer anscheinend “in letzter Sekunde” für die eher konservative Selbständigkeitspartei, die ihre Mandate im isländischen Allthing sogar von 19 auf 21 Sitze ausbauen kann.

Die bisherige Regierungspartei “Framstegsparti” legte eine schlechte Wahl hin und erhält nur rund 11 Prozent der Stimmen. Der bisherige Ministerpräsident Sigurdur Ingi Johannsson, der erst im April in dieses Amt nachrückte, hat bereits seinen Rücktritt angekündigt.

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Tourismus-Boom trotz hoher Preise

Zieht es Touristen auch in 2017 nach Island? Foto: Inspired by Iceland.

Zieht es Touristen auch in 2017 nach Island? Foto: Inspired by Iceland.

Island sieht im kommenden Winter nochmals einem Tourismus-Boom entgegen. Nachdem die Tourismus-Branche bereits 2015 ein Rekordjahr vermelden konnte, sieht auch 2016 laut des Branchenmagazis “touristik aktuell” vielversprechend aus. Gebremst wurde die Entwicklung bislang nur durch Engpässe in der Verfügbarkeit – etwa bei Unterkünften. Insider fragten sich angesichts des Booms, wieviele Gäste die Insel im Nordatlantik eigentlich noch “vertragen” könne.

Doch nun führen Preissteigerungen zu einem Dämpfer des Island-Geschäfts, heißt es bei Reiseveranstaltern laut “touristik aktuell”. Wertsteigerung der Isländischen Krone um 15 Prozent sowie die Einführung der Touristensteuer in Höhe von elf Prozent machen die ohnehin schon teure Insel für viele Zielgruppen schwer erschwinglich. Dem gegenüber stünden Gäste aus den USA oder Asien, die bereit seien, “jeden Preis zu zahlen”. Das Ergebnis könnten überfüllte Destinationen zu “Mondpreisen” sein: “Unattraktiv für den deutschen Markt”, sind sich die Fachleute von Neckermanns Troll Tours und TUI Wolters einig, und hoffen bei verminderte Nachfrage auf eine natürliche Regulierung des Reisemarktes.

=> Weitere Informationen.

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Zum Baden nach Island

Island eignet sich für Badeurlaub rund ums Jahr. Foto: Mývatn Nature Baths

Island eignet sich für Badeurlaub rund ums Jahr. Foto: Mývatn Nature Baths

Ein Land mit vielen Swimming-Pools und Freibädern stellt man sich häufig in südlichen Gefilden vor. Aber auch auf Island ist es Wasserratten vergönnt, in zahlreichen Freiluft-Bädern ihrem Hobby zu frönen. Dank der kostengünstigen Beheizung durch heiße Quellen findet man im ganzen Land Poolanlagen, die das ganze Jahr (!) über geöffnet sind.

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Hotels auf Island


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Guðni Jóhannesson: Islands neuer Präsident

Guðni Th. Jóhannesson, Islands sechster Präsident seit der Unabhängigkeit von Dänemark.

Guðni Th. Jóhannesson, Islands sechster Präsident seit der Unabhängigkeit von Dänemark.

Bei der isländischen Präsidentenwahl am 25. Juni 2016 kam schließlich doch alles ganz anders: Mit Guðni Th. Jóhannesson steht ein neuer Mann an der Spitze des Inselstaats! Als Geschichtsprofessor der Universität Island ist Guðni Th. Jóhannesson gleichzeitig “Neuling” auf der politischen Bühne, und damit scheinbar genau, was die Isländer in Krisenzeiten wünschten. Er löst mit knapp 40 Prozent der Stimmen den langjährigen Präsidenten Ólafur Ragnar Grímsson ab, der nach 20 Jahren nicht mehr für das Amt zur Verfügung stand. Auf dem zweiten Platz kam die parteilose Geschäftsfrau Halla Tomasdottir mit 29,4 Prozent.

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