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Grimsson tritt einmal mehr zur Präsidentenwahl an

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Olafur Ragnar Grimsson. Foto: World Economic Forum from Cologny, Switzerland [CC BY-SA 2.0], via Wikimedia Commons

Die Enthüllungen der so genannten Panama-Papers haben auf Island für politische Turbulenzen gesorgt. So musste Premierminister Sigmundur David Gunnlaugsson nach heftigen Protesten seinen Hut nehmen. Es war bekannt geworden, dass auch er und seine Frau an einer Briefkastenfirma in Übersee beteiligt gewesen waren. Aufgebrachte Bürger versammelten sich in Reykjavik zu Demonstrationen, die größer waren als jene zur Zeit der Finanzkrise. Dort forderten sie den Rücktritt der gesamten Regierung und Neuwahlen, die im Herbst 2016 nun auch durchgeführt werden sollen.

Im politischen Durcheinander auf der Insel steht Präsident Olafur Ragnar Grimsson für Beständigkeit. Darum will er in Juni 2016 einmal mehr zur Präsidentschaftswahl antreten. Der 73-jährige hatte ursprünglich geplant, sich nach Ablauf der Amtsperiode zurückzuziehen. Doch die Ereignisse der letzten Wochen hätten seine Entscheidung revidiert, heißt es nun. Grimsson tritt damit bereits zum sechsten Mal für das Amt des Präsidenten an.

Der isländische Präsident hat laut Verfassung vor allem repräsentative Aufgaben, – er hat aber auch die Möglichkeit, ein Veto gegen Gesetzentwürfe einzulegen. Dieses Vetorecht hat Grimsson in der Vergangenheit auch genutzt. Auch bei der Regierungsbildung fällt dem Präsidenten eine zentrale Rolle zu. Der Präsident als “letzte Instanz” und Garant für Stabilität war auch in den hektischen Tagen nach den Panama Papers gefragt: So war es Grimsson, der eine Auflösung des Parlaments ablehnte, als dies vom bedrängten Premier Gunnlaugsson gewünscht wurde.

Stattdessen konnte Sigurdur Ingi Johannsson als Islands neuer Regierungschef aufrücken. Die Regierungskoalition hatte beschlossen, den bisherigen Landwirtschaftsminister bis zu vorgezogenen Parlamentswahlen im Herbst zum Interims-Ministerpräsidenten zu ernennen.

Zuvor wird sich zeigen, ob der beliebte Präsident Grimsson in eine weitere Amtsperiode gewählt wird.

Weitere Infos zum Präsidentenamt auf english.forseti.is/

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Islands Tourismus boomt

Der Laugarvatn - mal ganz ohne Besucher.

Der Laugarvatn – mal ganz ohne Besucher.

Kommt Island allmählich an die Grenzen des Tourismus-Booms? Diese Frage stellen sich Wirtschaftsexperten der Insel, die sich nach der Finanzkrise vor allem dank des  Tourismus schnell aus dem “Schlamassel” gerettet hat. Inzwischen ist der Fremdenverkehr für die isländische Wirtschaft wichtiger als der traditionsreiche Fischereisektor. Doch die Grenzen des Wachstums sehen viele Isländer besonders in den Sommermonaten schon erreicht.

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Keine Winterstarre in den Westfjorden

Foto: westfjords.is

Foto: westfjords.is

Auch wenn der Winter auf Island rauh sein kann: Die isländischen Westfjorde verfallen deshalb noch lange nicht in die Froststarre! Vielmehr bietet die faszinierende Region im Nordwesten der Insel allen Wintersportlern und Kulturinteressierten spannende Events auf dem langen Weg zum Frühling. Im März findet daher sowohl der traditionelle “Strandagangan” in Hólmavík statt als auch das Winterfestival “Skíðaviken” in Ísafjörður. Ersteres ist als Ski-Langlauf-Rennen vor allem bei Familien beliebt, weil es hier querfeldein vor allem um den Spaß und nicht um Zeiten geht. Viele lokale Teilnehmer gehen hier am 12. und 13. März an den Start.

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Island sicher mit dem Auto erkunden

Im isländischen Hochland gibt es keine Sonntagsfahrten. Foto: www.safetravel.is

Im isländischen Hochland gibt es keine Sonntagsfahrten. Foto: www.safetravel.is

Island lässt sich am besten mit dem (Miet-)Auto erkunden. Schon längs der großen Ringstraße No.1 kann man die vielfältige Landschaft erleben und atemberaubende Aussichten, Sehenswürdigkeiten und Fotomotive anfahren. Mit aktuellem Kartenmaterial findet man sich in dem überschaubaren Straßennetz der Küstenregionen gut zurecht. Selbst auf das GPS-Gerät kann man verzichten, solange man nicht “offroad” fährt. Die Höchstgeschwindigkeit auf den Landstraßen beträgt 90 km/h, und an den meisten touristischen “Hotspots” befinden sich kostenlose Parkplätze mit bequemen Geh-Abstand zum Ziel.

Doch es gibt auch Reisende, die jenseits der ausgetretenen Pfade fahren wollen. Immer wieder erreichen die Rettungsdienste Notrufe von Touristen, die längs der kleinen Schotterwege stecken geblieben sind, – ob im Sand, im Schnee oder beim Überqueren eines Gewässers. Ausflüge ins isländische Hochland versprechend Abenteuer pur! Doch viele, die auf eigene Faust losfahren, überschätzen dabei sich selbst oder das gemietete Fahrzeug.

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Nach der Finanzkrise: Auszahlung an Bürger, Haftstrafen für Banker

5000 Kronen-Banknote, umgerechnet etwa 35 Euro wert. Foto: Notenbank Island

5000 Kronen-Banknote, umgerechnet etwa 35 Euro wert. Foto: Notenbank Island

Der isländische Finanzminister Bjarni Benediktsson hat vorgeschlagen, die staatlichen Anteile an der Íslandsbanki unter den Bürgern des Landes zu verteilen. Das berichten die Deutschen Wirtschaftsnachrichten unter Berufung auf die “Iceland Review”. Sollte der Vorschlag angenommen werden, würde jeder Isländer einmalig umgerechnet rund 630 Euro erhalten. Dies wird möglich, weil der isländische Staat einen fünfprozentigen Anteil an der Íslandsbanki besitzt. Dieser soll nun aufgelöst werden – zum Wohle des Volkes.

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Island liebt den Mannschaftssport

Nicht erst die überraschende Qualifikation zur Fußball-Europameisterschaft 2016 zeigt: In Island ist der Teamgeist lebendig. Das Land feiert Erfolge im klassischen Mannschaftssport! So konnte die National-Auswahl der Basketballer jüngst erstmals in der Endrunde einer EM mitmischen. Und im Handball ist die Teilnahme der Isländer bei internationalen Turnieren schon fast selbstverständlich.

Im Mannschaftssport setzen sich die Isländer durch. Foto: Wikipedia / Tobias Klenze / CC-BY-SA 3.0

Im Mannschaftssport setzen sich die Isländer durch. Foto: Wikipedia / Tobias Klenze / CC-BY-SA 3.0

Die Erfolge bauen in dem Land mit 330.000 Einwohnern auf einer konsequenten Förderung des Mannschaftssports. So startete der isländische Fußballverband (KFI) bereits vor 10 Jahren die Initiative, die A- und B-Trainerlehrgänge des Europäischen Fußballverbands Uefa zu günstigen Preisen anbot und damit vielen Breitensport-Trainern zugänglich machte. Laut einer Recherche des “Tagesspiegel” verfügen rund 70 Prozent der isländischen Trainer über eine Uefa-B-Lizenz, 30 Prozent über die A-Lizent. Das ist die höchste Quote in Europa! Zahlreiche Neubauten von Fußball-Hallen und Kunstrasenplätzen taten ihr Übriges, um den Nachwuchs zu fördern und das Fußball-Spielen zum Ganzjahressport zu machen.

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“Sture Böcke” eröffnet die Nordischen Filmtage 2015

Das Filmplakat zu "rams" / "Sture Böcke".

Das Filmplakat zu “rams” / “Sture Böcke”.

“Die Isländer sind starke Geschichtenerzähler, und der Film ‘Sture Böcke’ von Grímur Hákonarson ist das beste Beispiel dafür.” So macht die Leitung der Nordischen Filmtage neugierig auf das Programm des Kino-Events in seiner 57. Auflage. Der Film “Sture Böcke” (im Original “Hrútar”, auf englisch “rams”) soll als Eröffnungsfilm der Nordischen Filmtage die Zuschauer in Islands Bann ziehen. Die isländische Mentalität wird in der Geschichte der Schafzüchter Gummi und Kiddi vor der Kulisse faszinierender Landschaft lebendig.

Für den “besonderen Blickwinkel” ist das Werk des Regisseurs Grimur Hákonarson bei den diesjährigen Filmfestspielen in Cannes ausgezeichnet worden. Das Schafzüchter-Drama hat sich darüber hinaus für weitere Film-Festivals und -Wettbewerbe nominiert. In Lübeck werden nun der Regisseur und Drehbuchautor Hákonarson sowie die beiden Hauptdarsteller Sigurður Sigurjónsson und Theodór Júlíusson zur Eröffnungsfeier erwartet!

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Echter Skyr ist einzigartig, aber selten

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Einige von 25000 isländischen Milchkühen. Foto: iStock

Ein Milchprodukt macht Furore und setzt Trends in der modernen “Low-Carb”-Ernährung. Die Rede ist von “Skyr”, dem säuerlich quark-ähnlichen Magerjoghurt aus Island, der mit nur rund 0,2 Prozent Fett, aber 10 Prozent Protein gesundheitsbewusste Menschen aus ganz Europa anspricht. Dabei ist Skyr als Produkt so alt wie die Wikinger und in seinem Image “so isländisch wie Björk und Islandponys” (Die Zeit). Er kommt auch im traditionellen Volksmärchen vor, denn einer der isländischen Weihnachtstrolle heißt “Skyrgámur”, also Skyr-Schlund – und der erweist sich als ein wahrer “Gierschlund”.

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Vulkan Bárðarbunga auf Island war eine Schwefelschleuder

Foto: © Peter Hartree / CC-by-sa 2.0

Foto: © Peter Hartree / CC-by-sa 2.0

Aus Island kam 2010 eine Menge Asche und 2014 eine Menge Schwefel. Zwei Vulkanausbrüche völlig unterschiedlicher Art, die aber doch beide ihre Spuren hinterlassen haben. Brachte der inzwischen berüchtigte Eyjafjallajökull 2010 den globalen Flugverkehr durch Aschewolken in Schwierigkeiten, hatte ein weiterer Vulkanausbruch im August 2014 einer eher unsichtbaren Effekt. Der Ausbruch des Bárðarbunga seit August 2014 brachte soviel Schwefeldioxid in die Atmosphäre wie alle Europäer in einem Jahr produzieren. Forscher maßen bisher zwölf Millionen Tonnen SO2, das sich als “Schwefelschleier” bis weit nach Südeuropa zog. In vielen Ländern steig der SO2-Gehalt in der Luft deutlich an. Den charakteristischen Geruch nach “faulen Eiern” konnte man freilich auf dem Kontinent nicht mehr verspüren…

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Island unter Wasser erleben: Tauchen in der Silfra-Spalte

Abtauchen zwischen den Kontinenten. Foto: www.silfra.org

Abtauchen zwischen den Kontinenten. Foto: www.silfra.org

Für Taucher bietet sich im isländischen Nationalpark Thingvellir einer der spannendsten “Hotspots” für ihren Sport. Denn in der Erdspalte “Silfra” kann man bei bester Unterwasser-Sicht buchstäblich zwischen den Kontinenten abtauchen! Das Phänomen der Silfra-Spalte mit ihren eiskalten, klaren Süßwasser ist auch all jenen zugänglich, die trockenen Fußes unterwegs sind: Und zwar im Rahmen von Führungen und Infotafeln rund um im Thingvellir-Park.

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