Island sicher mit dem Auto erkunden

Im isländischen Hochland gibt es keine Sonntagsfahrten. Foto: www.safetravel.is

Im isländischen Hochland gibt es keine Sonntagsfahrten. Foto: www.safetravel.is

Island lässt sich am besten mit dem (Miet-)Auto erkunden. Schon längs der großen Ringstraße No.1 kann man die vielfältige Landschaft erleben und atemberaubende Aussichten, Sehenswürdigkeiten und Fotomotive anfahren. Mit aktuellem Kartenmaterial findet man sich in dem überschaubaren Straßennetz der Küstenregionen gut zurecht. Selbst auf das GPS-Gerät kann man verzichten, solange man nicht “offroad” fährt. Die Höchstgeschwindigkeit auf den Landstraßen beträgt 90 km/h, und an den meisten touristischen “Hotspots” befinden sich kostenlose Parkplätze mit bequemen Geh-Abstand zum Ziel.

Doch es gibt auch Reisende, die jenseits der ausgetretenen Pfade fahren wollen. Immer wieder erreichen die Rettungsdienste Notrufe von Touristen, die längs der kleinen Schotterwege stecken geblieben sind, – ob im Sand, im Schnee oder beim Überqueren eines Gewässers. Ausflüge ins isländische Hochland versprechend Abenteuer pur! Doch viele, die auf eigene Faust losfahren, überschätzen dabei sich selbst oder das gemietete Fahrzeug.

Gute Vorbereitung ist daher vonnöten: Grundsätzlich sind Fahrten ins isländische Hochland nur mit einem Geländewagen erlaubt. Auf den mit “F” gekennzeichneten Pisten sind normale Kraftfahrzeuge gar nicht erst zugelassen. Die meisten Hochlandstrecken sind nur im Sommer, also Juni und Juli, für Fahrzeuge geöffnet. Die F-Routen setzen gemeinhin einen besonders guten und sicheren Fahrstil voraus. Brücken existieren im Hochland kaum, sodass Flüsse mit dem Auto durchquert werden müssen. Das ist oft nur etwas für Nervenstarke…

Ganz “off road” darf man trotz der unbegrenzten Weite Islands nicht fahren, weil dadurch Flora und Fauna des Landes gestört werden können. Wer also die Pisten auf eigene Faust verlässt, tut etwas Verbotenes und riskiert zudem noch den Fahrzeugversicherungsschutz!

Da im Hochland das Handy-Netz viele Lücken hat, fühlt man sich im Falle einer Panne oder eines Unfalls sehr allein gelassen… Allerdings ist es möglich, kostenlos und selbst ohne Netzverbindung die 112 zu wählen, die die Rettungsorganisation in Gang setzt. Nicht nur bei Autounfällen findet man übrigens unter dieser Nummer Hilfe, sondern auch, um Feuerwehr, Ambulanz oder Polizei zu alarmieren. Eine App existiert ebenfalls, mit der man eine Notfallbenachrichtigung inklusive automatisch ermittelten Standorts verschicken kann.

Viele Touristen sind sich nicht bewusst, dass das Wetter in Island sehr schnell ändern kann – von sonnigem Wetter mit blauem Himmel zu Regen, Schnee und Nebel mit Sichtweiten von Null. Deshalb ist es wichtig, sich laufend über die Wetterverhältnisse zu informieren und bei längeren Wanderungen jeweils den Hüttenwart über die geplante Route in Kenntnis zu setzen und Kontaktdaten zu hinterlassen. Eine ständig aktualisierte Wetterseite für das Hochland finden Interessierte auf => www.safetravel.is.

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