Patt nach Parlamentswahl

Die Regierungsbildung auf Island gestaltet sich schwierig: Nach der vorgezogenen Parlamentswahl am 30. Oktober gibt es keine klaren Mehrheitsverhältnisse. Jetzt hat die Links-Politikerin Katrin Jakobsdottir den Auftrag zur Bildung eines Kabinetts offiziell zurückgegeben. Sie habe es aufgegeben, eine Koalition mit der konservativen Reformpartei zu bilden. Tagelange Gespräche waren schließlich an Fragen zur Steuerpolitik auf Island gescheitert.

Festgefahren waren zuvor auch die Gespräche der Mitte-Rechts-Parteien: Unter dem bisherigen Finanzminister Bjarni Benediktsson stockten die Koalitionsverhandlungen aufgrund von Differenzen um die EU, die Fischerei und institutionelle Reformen.

Islands Präsident Gudni Johannesson hofft jedoch weiterhin, dass eine Regierungsbildung mit dem gewählten Parlament möglich ist und nicht erneut Wahlen stattfinden müssen.
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