Regionen auf Island

Hansestadt Hafnarfjörður

Hafnarfjörður

Zwischen dem Flughafen Keflavik (sprich: Keblavik) und der Haupstadt Reykjavik liegt das kleine Örtchen Hafnarfjörður (sprich: Habnarfjörthur). Mit knapp 27000 Einwohnern ist es überschaubares Städtchen. Doch Hafnarfjörður ist in vielerlei Hinsicht besonders. Der Ort liegt nämlich nicht nur am Wasser, sondern auch in einem Lavafeld. Hafnarfjörður heißt übersetzt Hafenförde. Hier gab es den ersten Hafen Islands. Und auch sportlich ist Hafnarfjörður ein Ort der Superlative. Der erfolgreichste Handballverein kommt aus Hafnarfjörður – und hat den womöglich teuersten Spieler der Handballgeschichte exportiert.

Entdeckungstour

Die Hügel aus Lavasteinen, die sich hier und dort zwischen Häusern und neben Straßen erheben, sind schon eine Sehenswürdigkeit an sich. Wer daran glauben mag, der kann sich vorstellen, dass hier Elfen leben. Die Elfen oder sogenannten „Huldufólk“ („hidden people“) sind fester Bestandteil der Sagenwelt Islands. Es ist allerdings Quatsch, wenn behauptet wird, dass die meisten Isländer an Elfen glauben. Eher das Gegenteil ist der Fall. Wer mag, darf natürlich trotzdem an Elfen glauben. So ein Lavastein wär jedenfalls ein schönes Zuhause.

Einen Ausflug in die Geschichte kann man im Sívertsenhús machen. Bjarni Sívertsen (1763-1833) war erfolgreicher Kaufmann aus Hafnarfjörður und wurde „Vater Hafnarfjörður“ genannt. Von der dänischen Königin wurde er zum Ritter geschlagen. Das Sívertsenhús, wo er lebte, kann in den Sommermonaten besichtigt werden. Das Haus gehört zu einer Ausstellung von insgesamt 5 Häusern. Hier kannst du dir weitere Anregung holen.

Ein Fast Food Geheimtipp für Touristen ist der bei Isländern angesagte Laden Hamborgarabúlla Tómasar – Tomas’ Hamburger. Die winzig kleine Variante dieses Hamburgladens gibt es auch in Reykjavík am alten Hafen. Hier in Hafnarfjörður ist mehr Platz und weniger Tourismus. Ein uriges Hamburgerlokal mit den besten Hamburgern Islands. Und wer hätte es geahnt? Bis nach Berlin ist Tomas mit seinen Hamburgern gekommen: Tommi’s Burger Joint.

Handball

Ein erfolgreicher Handballverein in den letzten Jahren ist Haukar Hafnarfjörður. Das Männerteam gewann die isländische Landesmeisterschaft unzählige Male, in den Jahren 1943, 2000, 2003, 2004, 2005, 2006, 2008, 2009, 2010 und 2015. Ein erfolgreicher Handballspieler aus Hafnarfjörður ist der 25-jährige Aron Pálmarsson, der 6 Jahre für den THW Kiel spielte und dann nach Ungarn wechselte. Derzeit versucht der THW Kiel Aron zurückzuholen – für eine bisher noch nie im Handballsport gezahlte Summe von 5 Millionen Euro (sagt zumindest eine isländische Zeitung.)

Geschichte

Hafnarfjörður war den Deutschen schon früh bekannt. Kaufleute der Hanse kamen nach Hafnarfjörður. In Hafnarfjörður gab es Elektrizität lange bevor die Hauptstadt Reykjavik mit Elektrizität versorgt wurde. Spuren des Handels mit deutschen Städten gibt es auf vielerlei Weise. Zum Beispiel wurde die Schule in Hafnarfjörður nach einer bekannten Stadt benannt (die sich wohl gerne mal als Hansestadt ausgegeben hat): Flensborgskóli.

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Reykjavík

Reykjavík

Farbenfrohe Häuser, gemütliche Cafés und jede Menge Kunst und Musik. Islands Hauptstadt wird auch dich in ihren Bann ziehen.

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Golden Circle

Golden Circle

Ja, es stimmt. Der Golden Circle ist die touristisch plattgelaufenste, total typische Islandtour. Sollte man sie deswegen auslassen? Auf keinen Fall! Einen Geysir wie Strokkur wird man auf ganz Island nicht noch einmal finden. Und den Alþing gab es nur in þingvellir. Die Touristenherde, die hier von Stätte zu Stätte pilgert, muss man in Kauf nehmen, aber die Natur macht alles wieder wett. Und immerhin gibt es dank der Touristenschwärme überall Toiletten und etwas Leckeres zu futtern.

Die typische Route des Golden Circles führt zunächst nach þingvellir, dann am See Laugarvatn vorbei nach Haukadalur (Geysir). Von dort ist der nächste Stopp der Wasserfall Gullfoss. Dies sind die drei typischen Sehenswürdigkeiten des Golden Circle. Wer danach noch nicht genug hat, kann noch den türkisblauen Kratersee Kerið bestaunen oder in einem der Schwimmbäder in Fluðir selbst ins (warme) Wasser springen.

Auf den Spuren der Vergangenheit in þingvellir

Weites Grasland, ein beschaulicher Wasserfall, zerklüftete Felsen, isländische Geschichte – und, als würde das noch nicht reichen, ein Spazierweg zwischen den tektonischen Platten! Ja, im Nationalpark þingvellir zerreißt die Erde. Denn Island liegt sowohl auf der nordamerikanischen als auch auf der eurasischen Platte, ungefähr Hälfte/Hälfte. Und diese Platten driften auseinander. Das kann man in þingvellir nicht nur mit dem eigenen Auge sehen, man kann durch die Plattenspalten sogar hindurch spazieren. Oder mit einem Fuß auf der nordamerikanischen und mit dem anderen Fuß auf der eurasischen Platte stehen.

Wenn die Begeisterung darüber noch nicht verflogen ist, wartet schon das nächste Highlight auf den neugierigen Besucher. Überreste des Alþing (und an entsprechenden Stellen aufgebaute Infotafeln) erzählen von den Anfängen der isländischen Politik. Alþing ist das isländische Parlament und Versammlungen wurden hier erstmals 930 abgehalten. Damals, als so manche Entscheidungen einem einen mächtigen Schauer über den Rücken jagen ließen: So kann man auf der Infotafel eines hübschen glitzernden Teichs lesen, dass dort im 17. Jahrhundert verurteilte Hexen und Ungläubige ertränkt wurden. Jetzt tummeln sich an dieser Stelle Touristen aus aller Herren Länder und man muss schon ein bisschen in sich gehen, um die geschichtliche Schwere dieses Ortes zu empfinden. Eindrucksvoll ist es nichtsdestotrotz. Wer ein wenig weiter entlang der breiten Felsspalte spaziert, gelangt an einen pittoresken Wasserfall, an dem man sein mitgebrachtes Pausenbrot vertilgen oder Erinnerungsfotos schießen kann. Auch der Weg ins Tal lohnt sich, denn was von der Ferne wie ein Bach aussieht ist eine mit glasklarem, eiskaltem Wasser gefüllte, tiefe Felsspalte. Wer das nötige Kleingeld besitzt, kann hier sogar tauchen gehen.

Game of Thrones-Fans aufgepasst: Ja, hier in þingvellir wurde jede Menge gedreht.

Geothermalfeld Haukadalur: Geysir ‘Strokkur’ und Thermalquelle ‘Blesi’

Hier dampft und brodelt es aus der Erde! Mehrere heiße Quellen blubbern im Geothermalfeld Haukadalur um die Wette – am beeindruckensten ist zweifelsohne der Geysir ‘Strokkur‘. Alle zehn-fünfzehn Minuten beginnt sich das Wasser der unscheinbar ruhig daliegenden Quelle zu kräuseln und zu gluckern bis es plötzlich in einer meterhohen Fontäne in den Himmel schießt. Wer von diesem Spektakel ein Foto schießen möchte, braucht einfach nochmal eine Viertelstunde zu warten. Und sollte ein wenig Abstand wahren: Auch bei nur leichtem Wind wird man gerne mal pitschnass.

Weiteres Highlight in Haukadalur ist ‘Blesi‘, eine Thermalquelle unweit von ‘Strokkur’. ‘Blesi’ bezaubert durch kühl schimmerndes, tiefes Blau. Die blaue Farbe sind Mineralien zu verdanken, die das blaue Licht reflektieren.

Gullfoss

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Gullfoss

Die nächste Station des Golden Circles ist der Wasserfall Gullfoss. Besonders an sonnigen Tagen ist Gullfoss ein in Erinnerung bleibendes Erlebnis. Ein Regenbogen leuchtet in kräftigen Farben über den hinabstürzenden Wassermassen. Gullfoss ist ein Wasserfall des Flusses Hvíta, der dem Hvítarvatn, einem Gletschersee am Langjökull Gletscher entspringt. Gullfoss fällt zunächst sanft über 11 Meter in die Tiefe – eine natürliche Felsplattform erlaubt es, den Wasserfall hier ganz nah zu erleben. Wenige hundert Meter nach dem ersten Wasserfall stürzt das Wasser nochmal 21 Meter in die Tiefe.

 

 

 

Fluðir – das warme Nass selbst erleben

Wer nach soviel Wasser in verschiedensten Formen – eiskalt, kochend heiß, hinabstürzend, hinaufschießend, glasklar, dunkelblau – nun kaum noch widerstehen kann, selbst in irgendwelche Fluten zu stürzen, der sollte am Ende der Tour nach Fluðir fahren. Hier liegt das älteste, selbst gebaute Schwimmbad Islands, Gamla Laugin oder auch ‘Secret Lagoon‘. Ganz geheim ist das Bad wohl nicht mehr, aber wen interessiert das noch bei einladenden 38-40° Grad? Das alte Bad wurde betont natürlich gehalten, ist mit 2500 ISK (14 €) aber nicht ganz günstig.
Unweit von Fluðir liegt versteckt zwischen Hügeln die (sehr) kleine heiße Quelle Hrunalaug. Wer in einer sehr kleinen Gruppe unterwegs ist und als Naturfreund darauf achtet, dieser nicht zu schaden, kann hier (bisher noch gratis) im heißen Wasser sitzen. Da diese Quelle kein Geheimtipp mehr ist, könnte es allerdings gerade im Sommer eng werden.
Wer weder das eine noch das andere möchte, kann auch einfach in das ganz normal, hübsch angelegte Schwimmbad in Fluðir gehen. Das ist mit 600 ISK (4 €) günstig, man kann schwimmen oder im Hot Pot entspannen.

Kerið – Krater mit türkisblauem Wasser

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Kerið

Wer noch nicht genug hat vom offiziellen Golden Circle, sollte einen Abstecher nach Kerið machen. In diesem Krater liegt ein kleiner See – mit stechend türkisem Wasser. Ein Wanderweg führt in kurzer Zeit entlang des Kraters einmal rundherum. Ein zweiter Wanderweg führt hinab in den Krater. Unten angekommen, lädt eine Bank zum Entspannen ein.

Derzeit kostet ein Besuch des Kraters 350 ISK (ca. 2 €, 3 USD). Manchmal ist das Häuschen zum Bezahlen aber unbesetzt und man darf kostenlos zum Krater.

Auch Björk war schon hier: Auf einem Floß in der Mitte des Sees gab sie 1986 ein Konzert.

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Westmänner Inseln

Westmänner Inseln

Auf seinem Flug nach Island hat man diese Inselgruppe mit Glück schon aus dem Fenster sehen können: Vor der Küste im Süden Islands liegen die vierzehn Westmänner-Inseln. Die Vestmannaeyar sind eine Attraktion an sich – geformt aus Unterwasservulkanen vor 11 000 Jahren, strotzen sie mitten in der Hochsee hohen Wellen und stürmischem Wind.

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Snæfellsnes

Snæfellnes

Und still stehst du da und betrachtest die schneebedeckte, glitzernde Kuppe dieses magischen Gletschers. Hier, am Ende der Halbinsel Snæfellsnes thront der Snæfellsjökull, der gigantische Gletschervulkan, bekannt durch Jules Vernes „Reise zum Mittelpunkt der Erde“. Im Snæfellsjökull begann ihre Reise. Für einen kurzen Moment wirst du vergessen, wie du hierher gekommen bist, an diesen einmaligen Ort. Du fühlst, du möchtest nicht mehr weg. Aber, Moment, wo genau bist du eigentlich? 

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Westfjorde

Wilde Romantik in Islands Nordwesten

Die Westfjorde liegen im Nordwesten Islands und fesseln mit ihrem ganz eigenen Charme. Nur über eine schmalen Landstreifen sind sie mit dem „großen“ Island verbunden. Wenn man in den Westfjorden ist, ist man am Ende der Welt. Tiefe, geheimnisvolle Fjorde zerklüften das Land, schneebedeckte Berge ragen in den Himmel empor, der Nordatlantik glitzert in der Ferne.

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Regionen auf Island

Reykjavík – Isländer und Touristen

Island – Die verzaubernde Insel im Nordatlantik ist mit einer Fläche von 103 001 km² und einer Einwohnerzahl von 325.671 nur dünn besiedelt. Die meisten Einwohner Islands leben in und um Reykjavík, der Haupstadt des Landes: mit 208 531 immerhin ca. 64 % der Gesamtbevölkerung. Zusätzlich zu den dort lebenden Isländern kommen jährlich nochmal ca. 700 000 Touristen hinzu – eine ganz schöne Menge. Der Touristenboom erklärt sich auch durch Stop-over-Flüge, die einen kurzen Aufenthalt in der Stadt ermöglichen. Während in der Haupstadt des Landes also Highlife und Konfetti angesagt ist, bekommt man echte Ruhe im ländlichen Island. Fast alle Isländer haben Ferienhäuser auf dem Land, die auch an Touristen vermietet werden.

Touristisch interessante Regionen

Die Insel lässt sich für Touristen in mehrere Regionen aufteilen. Am bekanntesten ist die Ringroad 1, die einmal rund um die Insel führt. Entlang der Ringroad kommt man durch Süd-, Ost- und Nordisland. Weitere Regionen, die touristisch attraktiv sind, sind die Westfjorde und die Halbinsel Snæfellsnes, die auch „Klein-Island“ genannt wird, weil hier landschaftlich alles zu finden ist, was sich ansonsten auf der „richtigen“ Insel findet. Die Westfjorde sind erst seit kürzerer Zeit ein beliebtes Touristenziel geworden und derzeit noch eine Art Geheimtipp. Eine kleine Besonderheit sind die Vestmannaeyar, die Westmänner-Inseln. Diese pittoreske Inselgruppe liegt vor der Küste im Süden und lässt sich gut in einem Tagesausflug erkunden. Zu guter Letzt gibt es in Island noch das Hochland – immerhin mit knapp 75 % die größte Fläche des Landes und komplett unbewohnt. Touristisch interessant sind Wanderungen, die im Hochland starten. Die Straßen im Hochland sind nur von Juni-August geöffnet – außerdem braucht man eine geländegängiges Fahrzeug.

Zu einer näheren Beschreibung der Regionen geht es hier:

> Ringroad (Süd-, Ost- und Nordisland)
Snæfellsnes
> Westfjorde
Vestmannaeyar
Isländisches Hochland

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Ringroad

Ringroad – einmal rund um die Insel

Ringroad 1 - rund um die Insel

Ringroad 1

Die bekannteste Reiseroute auf Island ist entlang der Ringroad Nr. 1. Wie der Name schon sagt, führt sie einmal komplett um Island herum – und beeindruckt mit wunderschöner und abwechslungsreicher Natur. Weite Lavasteinfelder, mit grünem Moos bedeckt, Gletscher am Horizont, grüne Wiesen neben aufregend zerklüfteten Felsen, Wasserfälle, deren klares Wasser man trinken kann, Lavawüsten und Gletscherlagunen – nur Bäume kann man auf Island kaum finden. Island ist so überraschend anders und so interessant, dass das Entdeckerherz wie wild hüpfen wird.

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