Westfjorde

Wilde Romantik in Islands Nordwesten

Die Westfjorde liegen im Nordwesten Islands und fesseln mit ihrem ganz eigenen Charme. Nur über eine schmalen Landstreifen sind sie mit dem „großen“ Island verbunden. Wenn man in den Westfjorden ist, ist man am Ende der Welt. Tiefe, geheimnisvolle Fjorde zerklüften das Land, schneebedeckte Berge ragen in den Himmel empor, der Nordatlantik glitzert in der Ferne.
Die Natur hier ist rau, unwirtlich – und atemberaubend. Nur wenige Menschen leben heute noch in den Westfjorden – in der größten Stadt Isafjörður gerade mal 2527 Menschen [Stand 2014]. Die Straßen sind oft einfache Schotterpisten und wegen Wetters sind oft Straßen gesperrt. Eindeutig: Die Westfjorde sind ein echtes Abenteuer!

Besondere Orte in den Westfjorden

Eine Reise in die aufregende Welt der Westfjorde lohnt sich, sollte aber gut vorbereitet werden. Eine Reifenpanne in den Westfjorden zu haben, könnte sehr ungemütlich werden. Wer bereit ist für dieses einmalige Naturerlebnis, sollte noch die folgenden Sehenswürdigkeiten auf die Reiseliste setzen:

Die Steilküste Làtrabjarg („Vogelfelsen“)

Die 14 km lange Steilküste Látrabjarg ist der westlichste Punkt Islands. Hier kann man den Vogel beobachten, den viele Touristen lieben und manche Isländer essen: Den Papageientaucher! Aber nicht nur der lustige Geselle mit dem bunten Schnabel (übrigens nur im Sommer bunt) lebt hier in den Höhlen und Furchen des zerklüfteten 450 m hohen Vogelfelsen, sondern auch andere Vogelarten: Trottelummen, Tordalken und Tölpel. Und wir sprechen hier nicht von ein paar hundert oder tausend Vögeln, sondern von Millionen. Es ist Europas größtes Vogelkliff.

Küstenstädtchen Ìsafjörður

Klein aber oho! Das gilt für das malerische Fischerdorf Isarfjörður allemal. Es liegt, angeschmiegt am steilen Abhang des Eyrarfjall, im Skutulsfjörður. Isarfjörður ist ein wichtiges Zentrum für den Fischfang und Knotenpunkt der Westfjorde. Im Vergleich zu der fast pathetischen Ruhe der übrigen Westfjorde, tobt in Isafjörður das Leben. Im Zentrum findet man noch viele der schönen, farbenfrohen Wellblechhäuser und eine ganze Reihe charmanter Cafés und Restaurants. Einwohner zusammen mit Studenten der nahegelegenen Universität und inländische sowie ausländische Touristen machen diesen kleinen Ort zu einer lebhaften Oase. Hier können sich Reisende erholen oder direkt einmieten und von hier aus Ausflüge in die raue, unberührte Natur der Westfjorde machen.
Wer Isländisch lernen möchte, dem sind die Kurse der Universität Isafjörður ans Herz zu legen. Jedes Jahr im August bietet die Uni intensive Isländischkurse über 2-3 Wochen an. Mit Lernenden aus aller Herren Länder lernt man in schönster Umgebung diese älteste nordische Sprache. Viele Gelegenheiten für Ausflüge in die sommernachtstraumhafte Umgebung der Westfjorde inklusive.

Dynjandi Wasserfall

Für viele ist der Dynjandi Wasserfall der heimliche Gewinner unter den Wasserfällen Islands. Neben ihm wirken Goðafoss, Gullfoss und wie sie alle heißen wie tosende Angeber. Der Dynjandi Wasserfall ist Teil einer Kette von Wasserfällen, mit 100 m Höhe aber der höchste unter ihnen. Er fällt wie auf Felstreppen elegant in die Tiefe. Dynjandi öffnet sich gen Boden wie ein Fächer – oben ist er 30 m breit, unten 60 m. Dieses Naturspektakel sollte man nicht verpassen.

Wandern im Hornstrandir Naturreservat

Schroffe Kliffs, zarte Vegetation und die frischeste und klarste Luft. Das heutige Naturreservat Hornstrandir im Norden der Westfjorde ist ein besonderes Ziel für Wanderer, die hier ein Stück einsame Natur erleben können. Durch die Abgelegenheit muss man seine (mehrtägige) Wandertour hier gut planen. Es gibt auch geführte Wandertouren – für diejenigen, die im Wandern (und v.a. mit der Ausrüstung) nicht viel Erfahrung haben, ist das absolut empfehlenswert.

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