Dyrhólaey & Strände bei Vík í Myrdal

Unterwegs im Süden Islands

Entlang der Ringstraße fährst du vorbei an grünen Wiesen, Bauernhöfen und zerklüfteten Berghängen. Du fährst unter strahlend blauem Himmel oder unter einer dichten, grauen Wolkendecke, die spukende Nebelgeister in schroffen Felshöhen offenbart. Und schließlich erreichst du, ganz im Süden, kurz vor Vík, einen besonderen Aussichtspunkt.

Dyrhólaey

Über einen Damm erreicht man Dyrhólaey, ein Felsplateau direkt am Meer. Auf dieser Felsformation, die sich stolz von der umgebenen Ebene abhebt, gibt es zwei Aussichtspunkte. Folgt man der Straße auf dem Felsplateau, kommt man zu bizarr geformten Felsen, weich geschliffenen Felsen über die Gischt spritzt und sich hier und da unter tosendem Rauschen die Wellen brechen. Zu einer Seite hin thront das Felsplateau über den Stränden Víks. Von hier oben blickt man hinab auf weite schwarze Strände und die drei Felsen, die sich vor Vík als gigantische Säulen aus dem wilden Meer erheben. Für Furchtlose gibt es an dieser Stelle auch eine Mutprobe: Eine Brücke aus von Wind und Wasser zerklüftetem Fels führt über ein kreisrundes Loch im Felsen – blickt man hinein, sieht man Schaumkronen auf Wellen tanzen. Bei zuviel Wind ist jedoch Vorsicht geboten: Ist die Felsbrücke nass oder der Wind zu stark, sollte man die Brücke nicht überqueren.

Kap Dyrhólaey

IMG_1414Wer sich von der fantastischen Aussicht auf die Strände und das Meer losreißen kann, der fährt nun die Straße zurück und biegt auf den Weg, der noch weiter hinaufführt. Auf dem höchsten Punkt Dyrhólaeys steht ein Leuchtturm und strotzt tapfer Wind und Wetter. Vom Rande des Plateaus, abgesichert durch einen Zaun, sieht man den berühmten Felsbogen, der sich mächtig aus dem Wasser erhebt und von Wellen umspielt der wohl schönste Fels in der Brandung ist.

Bunte Vögel

IMG_1456Das Kap Dyrhólaey ist Naturreservat. In den Sommermonaten leben hier zahlreiche Vögel, insbesondere die putzigen Papageientaucher. Wenn man vorsichtig und leise an den Abgrund robbt, kann man aus nächster Nähe entlang der Felswände überall schwarz-weiße Punkte sehen – die Papageientaucher. Anzumerken ist, dass das Gebiet 10 Tage Anfang Mai und Mitte Juni wegen brütender Vögel nicht zugänglich ist.

Loftsalahellir

Auf die Spuren der Vergangenheit stößt man in der Höhle Loftsalahellir. Die Höhle aus Vulkantuff liegt kurz vor dem Damm zu Dyrhólahey. Ein Trampelpfad schlängelt sich über die Wiese bis zur Höhle hinauf. In dieser Höhle haben sich in Zeiten der großen Sagas die Bauern aus Mýrdal regelmäßig versammelt.

Strände bei Vík – Reynisfjara

IMG_0794An der Südküste Islands, zwischen Dyrhólaey und dem Berg Reynisfjall, erstreckt sich Reynisfjara, ein langer, schwarzer Sandstrand. Wer hier am Strand entlangspaziert, wird von der magischen Atmosphäre Islands endgültig verzaubert. Am Rande des Strands erhebt sich eine gewaltige Basaltsteinformation, die wie riesige Treppen zum Himmel steigen. Aus dem Meer im Hintergrund ragen die Basaltsäulen Reynisdrangur hevor. Einer Sage zufolge sind die Felsen Trolle, die im Sonnenlicht zu Basaltsäulen erstarrt sind. Die Wellen am Reynisfjara sind nicht zu unterschätzen. Die Strömung am Strand ist sehr stark und wen das Meer hier verschluckt, der ist weg. Daher die Sicht auf Wellen, Meer und Horizont in ausreichendem Abstand genießen.

Wenn man weiterfährt, kommt man in den kleinen Ort Vík. Vík ist der südlichste Ort Islands und auch der regenreichste. Der Strand vor Vík ist einer der schönsten Strände Islands. Auch von hier sieht man die Basaltsäulen Reynisdrangur.

 

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